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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft 7³
  2018/2019

Qualifikationsturnier Aalen

15. bis 17. Dezember 2017

Turnierinformationen:

Rangliste:

Gruppe A · Gruppe B · Gruppe C · Gruppe D · Gruppe E · Gruppe F · Gruppe G

Teilnehmer:

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H+ Hotel Limes-Thermen Aalen

Ralf Mulde berichtet über das DSAM-Turnier in Aalen

Aalen 2017: Weihnachtsmarkt, Therme-Bad und DSAM-Schach

Nach Niedernhausen und Magdeburg folgt Aalen als das traditionelle "Weihnachtsturnier". Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft DSAM wird in Aalen 255 Spieler an jene Bretter bringen, die manchem die Welt bedeuten. In den sieben Gruppen qualifizieren sich die sieben Besten jeder Gruppe mit sieben ... nein, in fünf Partien für das Finale, das im Sommer (es soll einen geben) 2018 in Leipzig Raum greifen wird, wie immer zusammen mit dem Dähnepokal-Finale am Gründungsort des Deutschen Schachbundes.

An diesem schwäbischen Vorweihnachts-Freitag geht's wie immer pünktlich um 10:00 Uhr im H+Hotel los und bei manchem tritt nun schon das Bild des wirklich schönen Schwimmbades, genauer: der Limes-Therme, vor das geistige Auge. Hugo Schulz wird neben Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan als Repräsentant des DSB sozusagen das Matt-Büffet eröffnen.

Obwohl ja Schach die Phantasie (und den Kaffeekonsum) fördert, kann man diesem knallharten Wettkampf-Sport die Neigung zum Schwarz-Weiß-Denken nicht ganz absprechen. Das hindert die uns großartig unterstützende Stadt Aalen "in keinschter Weiise", den Deutschen Schachbund rührend zu unterstützen und an dieser Veranstaltung und am Schachsport insgesamt Anteil zu nehmen. Erst am Sonntag um 14:15 Uhr legt sich die Spannung, wenn bei der Ehrung der Sieger (und nicht eher!) die Endstände publiziert und zahlreiche Zusatz-Überraschungen überreicht werden.

Der "schachliche Schwabenpfeil" FM Hartmut Metz, SG Rochade Kuppenheim bei Rastatt (aktuell: Elo 2260, DWZ 2262, Tendenz jetzt: natürlich weihnachtlich steigend) ist Rating-Favorit der A-Klasse. Wir benutzten hier unser Bild aus dem Pokal-Finale 2012. Die Presse der Region ist verständigt, die Hotelküche auch, die letzten Vorkehrungen werden in Aalen vom anreisenden "Team Jordan" am Donnerstag getroffen, kurzum: Es kann gleich losgehen.

 

Hier ist Aalen! Hier ist Winter! Hier ist Schach!

252 Spieler, Menschen, Wettkämpfer durften sich in diesem Quali-Turnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM freuen, dass im Hotel geheizt ist und so die zwischen +2°C und -2°C pendelnden Temperaturen dem üblichen Schachstandard angeglichen wurden - auch Ihr da hinten könnt jetzt die Pudelmützen wieder absetzen! Und mit Fäustlingen kann man ja auch nur schwer ziehen. Allgemeine Lebenserfahrung ist: Damen wird gewöhnlich schneller kalt als den Herren, so dass aus der (unbegründeten) Furcht davor diesmal nur 15 Frauen an der Aalener Weihnachts-DSAM teilnehmen. Jüngster Teilnehmer sechs Jahre (der Emanuel Kaufmann aus Nördlingen-Ries wächst aber noch!), der erfahrenste ist Klaus Rissmann aus Königsbronn, 82 Lenze, also eine in der DSAM gewohnte Verteilung. Zwei Spieler sind als Nachzügler zur zweiten Runde avisiert und wurden oben schon eingerechnet.

"Punktlandung in Aalen", meldete der für die Spielpaarungen, Statistiken und "Computerkram" zuständige Frank Jäger, denn der Saal wurde für exakt diese Spielerzahl ausgemessen. Links und rechts könnte man, pfiffig gefaltet, vielleicht noch einen Tisch hinein quetschen und wer sagt eigentlich, dass Schachspieler immer sitzen müssen (neuere Spar-Modelle erwägen auch ein abwechselndes Sitzen), aber in der gewählten Form war das Turnier mit vollem "Ellbogen-Komfort" bis auf den letzten Platz gefüllt. "Anders würden wir ein solches Turnier auch nie veranstalten", sagte Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan einmal, "man muss nicht immer noch einen und dann noch einen letzten Tisch mit hinzu stellen, mit dem Ergebnis, dass die Spieler sich dann womöglich nicht mehr ganz so wohl fühlen". Er leitet auch diesmal die Veranstaltung. Das sieht immer wie eine mit leichter Hand geleistete Conférence aus, aber davor und danach liegt eine große Menge gar nicht leichter Arbeit - neben dem Beruf.

Wolfgang Steidle (Erster Bürgermeister Aalen)

Die Verwaltung der Stadt Aalen hatte sich in den Tagen direkt vor dem Turnier enorm bemüht, trotz großer terminlicher Enge einen Repräsentanten der Stadt zu unseren Schachspielern aus ganz Deutschland entsenden zu können, noch bis zuletzt war dabei "die Stellung völlig unklar"; dann aber tat sich im grauen Winterwetter die Tür auf und im ersten Licht des Tages sahen wir IHN: Wolfgang Steidle, stellvertretender Oberbürgermeister der Stadt Aalen (offiziell: Erster Bürgermeister) trat nicht nur ein, sondern bald auch vor das Mikrophon und startete mit uns eine gut gelungene Art mentalen Rundflugs um die Stadt; Industrie, noch eine Menge Platz, nette Einwohner (wir fügen hinzu: besonders die Damen in den Amtsstuben!), Weihnachtsmarkt, Bahnhof, alles renoviert, sozusagen eine ständige städtische Kehrwoche. Das war schon imponierend!

Der Breitenschach-Referent des DSB, Hugo Schulz, im Verband für die DSAM zuständig, überbrachte die Grüße des Deutschen Schachbundes im Allgemeinen und die des Präsidenten Ullrich Krause im Besonderen. Der übt erst noch ein wenig und wird sich, ein Novum in der langen DSAM-Geschichte, im bevorstehenden Turnier in Bergedorf höchstselbst ans Brett setzen. Ich sage nur: A-Gruppe. Mit Egon Ditt, Herbert Bastian und des im 19. Jh aktiven Max Lange ist er Teil der mitunter eben sehr spielstarken Präsidenten des DSB.

Hanno Dürr (Ehrenpräsident Württemberg)

Der Ehrenpräsident des Schachverbandes Württemberg, Hanno Dürr, war - auch wegen der großen Teilnehmerzahl - im Zweifel, ob er überhaupt noch "mitschaffe" könne und sandte (vorbildlich!) das Verbands-Grußwort und seinen Bademantel für die Therme per Fax voran. Immerhin ist er seit 2002 die "Ständige Vertretung" Württembergs im Turnier. Dann aber konnte er doch höchstselbst eine der zahlreichen Schmunzel-Weisheiten des in Württemberg weltbekannten dichtenden Schachspielers Erwin Cunz zu Gehör bringen.

Die anscheinend überall zu findende Direktorin des H-Plus-Hotels (offiziell: Hotel Managerin) ist Frau Jessica Borowiak und die wünschte allen Spielern Erfolg und auch Genuss beim Buffet, dem Imbiss zwischen den Runden, dem Thermal-Schwimmbad, ... In ihrem Haus ist zur Zeit jeder, den sie noch nicht kennt, Schachspieler, denn das Hotel wurde von uns vollständig gefüllt.

Offen gesagt, wir sind ja unter uns, hatte der Texter ein, zwei Zweifel, ob denn alle Teilnehmer - und auch das Personal - auch noch den jeweils letzten Teil des Weges in das Hotel schaffen würden, denn wir befinden uns hier auf einer Art schachlichem Feldherrnhügel und die lange Steigung will vom Auto erst mal genommen sein. Der oft zu hörende Satz "da werden sich aber eine Menge Leute warm anziehen müssen" erlebt hier seine ursprünglichste Anwendung. Zum Glück kann man sagen: Schach ist eine "Indoor-Sportart", man scheint dabei also die Türen schließen zu müssen. Und im Hotel ist es dann ja auch gleich wieder angenehm warm.

Am ersten Brett dann gleich mit Weiß Alexander Wurm aus Stetten (wer jetzt sagt, "ich kenne nur den Steffen", dem sei zugeraunt: Es gibt den http://www.scstetten.schachvereine.de/ und die http://spvggstetten.de/wordpress/ - gemeint ist Letztere im Main-Spessart-Landkreis). Meister Wurm hat aktuell Elo 2145 und DWZ 2096 und GEB 1989 - stopp, das ist das Geburtsjahr. Ihm gegenüber sitzt einer aus der Unterhaltungsshow "Ich trage einen bekannten Namen", nämlich der Spieler und Schachjournalist Hartmut Metz, auf den wir bestimmt später noch einmal kommen werden.

"Und jetzt geht's raus und spuilt's!" soll Franz Beckenbauer einmal gesagt haben, bevor "wir alle" dann Weltmeister wurden. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Ein Viertel des gesamten Schachvereins ist hier

Paimar ist ein Stadtteil von Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis mit 243 Einwohnern. Es hat die hübsche Laurentiuskirche und mindestens 5 völlig verschiedene Vereine - u.a. Motorrad, Feuerwehr und eben der Schachclub Paimar. Der Oberpaimarer am Brett ist Hubert Segeritz. Diesem neumodischen Kram mit dem Internet hat man sich auch in Baden nicht verschlossen:

http://www.scpaimar.de/index.shtml

Auf dem Bild der Mitgliederversammlung 2015 auf der Vereins-Hauptseite ist klar dokumentiert: Der Club gewann schon so viele Pokale, dass fünf schwer beladene Männer sie kaum heben können. Gerade von Pokalen, bevorzugt in unzugänglichen Regalen präsentiert, stammt ja der doppelte Wortsinn von "abgestaubt". An der Paimarer Vereinsmeisterschaft nehmen zwar nur 8 Wettkämpfer teil, aber der bewundernswerte Club stellt zwei Mannschaften für die Wettkämpfe des Badischen Schachverbands.

Der DSB zeigt an: SC 1975 Paimar, 19 Mitglieder, 2 jgdl. U25, 0 wbl., ∅ Alter 45 Jahre, DWZ ∅ 1691 (das ist recht hoch!), Schulhaus Schwalbenhof, Schwalbenhof 1, 97947 Grünsfeld-Paimar. Von den erwähnten 243 Einwohnern, über deren Alter und Gesundheit wir nichts wissen, sind mit 19 Mitgliedern also recht viele, nämlich 7,8% aktive Mitglieder im Schachclub!

Du zuckst und zwar mit den Schultern? Klingt noch nicht so sehr beeindruckend? Wart's ab...!

Die Stadt Berlin zählt rund 3,5 Millionen Einwohner. Um das " Paimarer Schach-Mobilisierungs-Niveau, PSMN" zu erreichen, müssten 273.000 Spieler im Berliner Schachverband organisiert sein. Der gesamte Deutsche Schachbund weist, großzügig gerechnet, 90.000 Spieler in den Vereinen aus und in Berlin waren es Ende 2016 genau 2.660 Brett-Artisten. Paimar hat also, wieder großzügig gerechnet, ceteris paribus (unter gleichen Voraussetzungen) hundertmal mehr Spieler als Berlin.

Und von diesen unglaublichen 19 Paimarern sind allein fünf, also rund 26% des Vereins in unserem Turnier am Brett! Du kannst jetzt einmal kurz überschlagen, wie viele aus Deinem Club daheim Du hier im Spielsaal sehen würdest, wenn der einen ähnlich hohen Mobilisierungsgrad aufwiese und von den Deinen gut ein Viertel hier in Aalen am Brett säße ... Aber die konnten eben einfach nicht mehr rein. Anmeldestopp. Auch ein Turniersaal des führenden Aalener Hotels hat eben seine Grenzen (man nennt sie Wände) - der Pool an der Therme sowieso.

Feier in Gold, Silber und Bronze - je oller desto doller

Geburtstage und Jubilarsfeiern müssen zeremoniell scharf voneinander getrennt werden. Wird doch zu Jubiläen immer freudig gratuliert, ist das bei Geburtstagen, besonders bei Damen (empört: "ich bin nicht in einem gewissen Alter!!!") gelegentlich weniger freudig. Aber gefeiert wird hier immer. So entwickelte sich die DSAM mittlerweile fast schon zu einem non-stop-Volksfest des deutschen Schachs: Gut so!

Und nun konzentriere Dich, lieber Leser, damit Du nichts durcheinander bringst; auch Du wirst schließlich älter. Jede Sekunde.

Wir haben heute zwei Schachfreunde in unserer Mitte (um das mit dem "unter uns" endlich zu vermeiden), die genau heute 

G e b u r t s t a g 

haben, nämlich Max Pick vom Schachklub Kerpen 64, der in der F-Gruppe als 2007 Geborener seinen ersten "Runden" feiert

und Mario Schommen vom SC Stein 1998 in der G-Gruppe, der 1972 zur Welt kam.

Herzlichen Glückwunsch an Euch zwei beide!

Unter den unzweifelhaft freudigen Ereignissen ... warum winkt Ihr denn da hinten alle mit beiden Armen? Jaja, huhu! Achso, Jubilare erst morgen? Auch gut - der Leser wird sich noch ein wenig gedulden müssen.

Das Nördlinger Ries, mit dem man wohl den Schachclub Nördlingen-Ries verbinden muss (vielleicht auch den Riesling?) liegt wohl gleich ums Eck zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb im Städtedreieck Nürnberg – Stuttgart – München. Das ist keine geringer Distanz und weil sie ganz in der Nähe ist, wundert es uns nicht, dass der SK 1926 Nördlingen-Ries allein zehn seiner 25 Mitglieder in unser Turnier entsandt hat! Vielleicht wird das Vereinsheim gerade renoviert? Ah, lasst Euch nicht verulken - wir alle freuen uns, dass Ihr hier seid! Mit Werner Wittal befindet sich ein bekannter Fernschachspieler in den Reihen des Vereins (der blieb heute zu Hause - logisch, der schachert aus der Ferne). Obwohl 1926 gegründet, kommt der Club recht juvenil daher; Durchschnittsalter 36, die ominösen zehn unter den 25 sind sogar noch jugendlich - aber wartet's nur ab, das ändert sich später auch noch mal ...

Nach Runde zwei kommt Runde drei

Es passiert in der DSAM, dem Turnier der Sensationen, wahrlich selten, dass sich die Spieler an die Startrangliste halten und so abschneiden wie es die Statistik (scheinbar) verlangt. Es wird also vielleicht nur eine Art über das Brett huschender Sonnenstrahl sein, halten wir ihn also fest:

FM Hartmut Metz, an Eins gesetzt, sitzt noch immer da - manche berichteten, er habe sich einfach am Tisch festgeschnallt - und zwar, indem er aus den ersten beiden Runden 2,0 Punkte holte.

Das kann aber noch kein Grund für seine gewiss zahlreich angereisten Fans sein, mit schwenkenden Flaggen, wahlweise mit afrikanischen Fußballtröten, durch den Saal zu ziehen (wie hießen die damals noch? UwuSeelas?), schon  deshalb nicht, weil Andreas Schulze aus Biberach und Marcus Friedel aus Ettlingen genau die selbe Punktzahl aufweisen wie der feinstgewertete Erste, aber ... es war eben ein huschender Sonnenstrahl. Immerhin etwas also.

Bei der Musik aus Studio B ergibt sich ein deutlicheres Klangbild: Mit Boris Litfin (nur an 32 gesetzt!) und Walter Schaffert sind nur zwei Spieler unversehrt durch die ersten beiden Runden gekommen und messen nun in Runde 3 miteinander die Kräfte. Dass beide danach weiterhin 100% haben werden, halten wir auch nach Befragung mehrerer Experten für sehr unwahrscheinlich.

In Gruppe C sind fünf mehr oder wenige junge Männer mit den magischen 100% in Führung. Weitere Rückschlüsse lässt die Tabelle nicht zu - dafür umso mehr Phantasie, Träume und Hoffnungen.

Gruppe E ist jetzt nach Runde Zwo schon allein dadurch auffällig, dass eine der leider nicht so arg viel vertretenen Damen (man merkt, jetzt wird das Personal nicht mitgerechnet) mit 100% am Spitzenbrett sitzt. Thront. Residiert. Kerstin Billing aus dem mittelschwäbischen Schwabmünchen hat (noch) aktuell DWZ 1524 und Elo 1635 (!) und ist anscheinend das weibliche Familienoberhaupt der zu Billing, denn da sind noch die vermutlichen Geschwister Tanja und Alexander sowie Oliver. In ihrem Club http://www.schachclub-schwabmuenchen.de/ ist Kerstin Billing als Spielleiterin aktiv und, wozu haben wir dem Jungen Schreiben beigebracht?, Oliver Billing ist Schriftführer. Anscheinend ist die Homepage noch neu, hier und da haben die Satteltaschen der Reiter noch keinen Inhalt, eine Lageskizze wäre hilfreich, Fotos, Trainingstermine, aber man sieht: Hier entsteht Großes. Mit Familie Billing.

Gruppe F sieht unsere langjährige Schachfreundin Antje-Christine Krüger von der TSG Rot-Weiß Fredersdorf / Vogelsdorf in Führung. Wer jetzt nicht sofort weiß, wo das ist, also der Ort: je nach Landkarte zwei Fingerbreit rechts oben neben Berlin. Der sympathische Club ist an seinen rot-weißen Trikots auch nachts zu erkennen. Die oben erwähnten Max Pick und Patricia Maar sind - mit ungefähr tausend Anderen - in einer zum Optimismus ermunternden 1,5-Pkt.-Lage.

Obwohl "ermunternd" ... Warum muss Schach eigentlich immer so gottserbärmlich früh gespielt werden? Mancherorts findet man es völlig normal, sogar schon um 09:00 Uhr, also nachts, seine Partien zu beginnen. Gibt's für Schachspieler im bezahlten Bereich eigentlich Sonntags- und Nacht-Zuschläge? Ach, für die Schiedsrichter auch nicht? Na, bleiben wir bei den Amateuren ...

Die Gruppe G hier nur kurz: Sechs (!!) Spieler mit 100%, Lage deshalb völlig unklar, Bericht folgt ab Donnerstag ... Natürlich nicht erst dann, aber ein, zwei Runden wird es wohl schon noch dauern, bis man das Ende ahnen kann.

 

Erschreckend wohlschmeckend!

Das, was jetzt kommt, entstand nicht, weil unsere gastgebende Hotelkette zugleich der größte Sponsor des Turniers und damit vielleicht auch des DSB ist. Nein, es soll nur "einfach mal gesagt werden". Es ist leicht zu sehen, dass in die H-Hotels, in denen wir zu Gast sind, in den letzten ein, zwei Jahren von Fachleuten eine ganze Menge Geld gesteckt wurde, oft vielleicht nur in scheinbare Kleinigkeiten, oft ganz gewiss in richtig teure Technik irgendwo im Keller oder irgendwo, wo wir niemals hingelangen. Alles ist schön geworden und funktioniert offenbar gut und besser als je zuvor.

Noch leichter aber ist all das zu schmecken! Die Qualität der Speisen hat im ganz großen Stil deutlich zugenommen, man sehe nur scheinbare Kleinigkeiten wie die kunstvoll drapierten Nachspeisen am Buffet, aber natürlich auch die Hauptspeisen. Kam es damals, vor vielen hundert Jahren, in einem fernen Hotel anderen Namens schon mal vor, dass ... ach, diese Stelle überspringe ich lieber. Es zählt das Jetzt und Heute! Nebenbei ist das auch ein Argument gegen die "Allmacht der Wertungszahlen", die ja immer auf Begegnungen der Vergangenheit beruhen. "Die Wahrheit ist auf dem Brett", oder, im vorigen Zusammenhang, auf dem Teller.

Wir fühlen uns jedenfalls wohl inmitten der großartig um uns besorgten Crew des H+, die immer da ist, wenn man sie braucht und, auch das ist kennzeichnend für besten Service, nicht zu sehen ist, wenn man sie nicht braucht. Der Imbiss am Mittag mit ein paar wohlschmeckenden Kleinigkeiten ist wichtig für die Spieler (und auch für das organisierende Team). Wenn einem irgendetwas fehlt, sei es eine Zahnbürste oder ein rosa Elefant (braucht man ja immer mal) - die Reception findet eine elegante Lösung. Und nun müssen wir versuchen, als organisierendes Team damit Schritt zu halten - lieber Schachfreund, was kann ich für Dich tun?

Familientreffen

Wir finden es ganz großartig, dass die Familie Maar dieses Turnier im Schnee zum Treffpunkt gemacht hat, um gemeinsam den Geburtstag des Sohnes, Bruders, ... Samuel zu feiern! Der heute 18 gewordene Samuel Maar findet hier in der Ostalb die verschneite Gelegenheit, diesen Ehrentag im Kreis seiner gesamten Familie zu feiern. Das hatten wir wohl noch nie, zumal ja große Teile des "Maar-Clans" Wettkampf-Schach spielen. Samuels Schach-Schwestern (in Unterscheidung zu Vanessa), die Zwillinge Felicitas und Patricia sind Teilnehmer des DSAM-Turniers, die anderen Familien-Mitglieder auch - allerdings nur zum Mitfiebern und Jubeln. Keine Bange, der Samuel macht das schon! Und die Zwillinge doch erst recht, oder?

"Der Name Maar leitet sich höchstwahrscheinlich vom gleichnamigen Eifler Mundartbegriff aus der Dauner Gegend ab." Eifel? Daun? - Quatsch! Die Maars stehen doch direkt vor mir, eine(r) netter als der andere, mit nettem Lächeln und positiver Ausstrahlung, die einen gleich umfängt. Jedenfalls dann, wenn ihnen wieder warm geworden ist. Augenblicklich hat's zwischen 1° und -1°.

Nichts mit Schach zu tun haben die extra aus Kassel ange(r)eisten älteren Geschwister Tizian und Vanessa, die aber den ersten Vertreter der nächsten Maar-Generation mitbrachten.

Chess-DB.com sieht das so:

Samuel Maar 2010/ 1961 / 1999, Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 68

Felicitas Maar w 1511 / 1400 / 2001, Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 42

Patricia Maar w 1376 / 1282/ 2001, Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 42

Die erste Ziffer ist Elo, die zweite DWZ, die dritte das Geburtsjahr, hinten die Zahl der Auswertungen.

Hm. Das sagt ja noch nicht so viel, oder? Schauen wir doch einmal in ihrem Verein nach und zuallererst finden wir hier:

http://schachfreunde-bad-emstal-wolfhagen.de/2017/03/05/verbandsliga-wird-immer-wahrscheinlicher/

"Verbandsliga wird immer wahrscheinlicher ... am Ende siegten die Gastgeber (aus Wolfhagen) mit Acht zu Null ..." So war's dann auch, der Aufstieg ist inzwischen amtlich und Samuel hat ALLE Partien bis auf eine gewonnen!

Wir drücken allen drei teilnehmenden Maars nun die Daumen für ein gutes Gelingen im Turnier - und, dass Ihr hier richtig viel Spaß haben werdet!

Glückwünsche oder: Früher war mehr Lametta

Wenn man schon wieder ein Jahr älter geworden ist, kann das eigentlich kein Spaß sein. Oder etwa doch? Unsere beiden Schachfreunde, die sich über die Glückwünsche aller Spieler und Organisatoren zum Geburtstag freuten, wirkten jedenfalls ganz entspannt, nämlich

Samuel Maar, Sfr. Bad Emstal / Wolfhagen, Gr.B, "heute" 1999 geboren

                          und

Thomas Endres, VfR-SC Koblenz, Gr.C, "heute" 1963 geboren

Über Geburtstage gibt es ganz verschiedene Ansichten:

Wir werden nicht älter mit den Jahren,

wir werden neuer jeden Tag!

- Emily Elizabeth Dickinson -

Sollten Geschenke zu diesem Tag oder vorausgreifend für den 24.12. (eigentlich ja auch ein Geburtstag) geplant sein: Firma Bernhard Jehle Chessware steht unten im Foyer mit seinem besten Mitarbeiter bereit, um Deine Träume wahr werden zu lassen. Fachkompetent, höflich, entgegenkommend: so muss Weihnachten sein.

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Mehr Glückwünsche

25 DSAM-Teilnahmen

Wir zählen. Turnierteilnahmen, verschwundene Schachuhren, Würfelstücke im Zucker (huch! Ich muss auf meine Linie achten! - Welche?) und dann wieder Turnierteilnahmen. Die Tradition lautet: Für zehn Teilnahmen erhält der Spieler, wahlweise die Spielerin, eine bronzen schimmernde Nadel in Form eines Springers (Läufer würde man nicht so gut erkennen) ans Sakko, die Bluse, das Hemd etc. geheftet.

Fünfundzwanzig Turniere erfordern nach olympischer Logik einen Silbernen Springer und - kaum je erreichte - fünfzig Teilnahmen, Du hast es geahnt, ergeben einen Goldenen Springer. Und hier zerbröselt die erste Hoffnung: Kein echtes Gold. Aber es sieht so aus. Was wir uns lange nicht überlegt hatten, weil es fernab jeder Vorstellung war: Wie kann man das steigern, wenn ein Schachfreund fünfundsiebzig Turniere mitspielte? Zwangsaufnahme in das Orga-Team? Ein smaragdbesetzter ... naja, irgendwas kostensparend Kleines? Ein Turm, versehen mit der (seit Marianne Kochs unvergessener Gardine) bekannten "ADO-Goldkante"? Ich als Hausfrau war begeistert! Aber es kam noch besser.

Uwe Scheunemann vom TV Witzhelden in Gruppe E wurde für seine 75. Teilnahme an einem DSAM-Qualifikations-Turnier eine gerahmte silberfarbene Erinnerungsplakette überreicht!

Jan Ullrich von der TSG Taucha, Gruppe C, ist zum fünfzigsten Mal mit dabei und erhielt neben dem Goldenen Springer einen Präsentkorb !!!

Und mit dieser kleinen Inszenierung musst Du nun eben klarkommen: Rauf auf die Bühne, rein ins Scheinwerferlicht, minutenlang der Mittelpunkt von ein paar Leuten - es sind nur knapp dreihundert -, lächeln, Hand schütteln, "danke" sagen, auch wenn man gar nicht versteht, was einem gesagt wird (in fast jeder Lebenslage eine gute Strategie - das mit dem Lächeln, nicht das mit dem nichts Verstehen) und nochmals lächeln, so lange der Applaus andauert. Abgang.

So oft teilzunehmen ist ein richtig netter Zug, drückt ein Spieler damit doch auch aus, dass es ihm/ihr in der DSAM richtig gut gefallen habe. Das kann an vielen Freunden liegen, die man über die Jahre in der Turnierserie gefunden hat, am entspannenden Drumherum im Hotel, an einer bestimmten Pudding-Sorte, am tollen Spielmaterial, an der Art, wie das Team vor Beginn Kugelschreiber, Zettel, Uhren und Brädder immer wie mit dem Lineal gezogen nach Linares hin ausrichtet (lange nichts mehr gehört - wird da noch Schach geboten?), kurz und gut: Wir werden es nie erfahren. Dachten wir. Bis Uwe und Jan erst die Gelegenheit und dann das Mikrophon ergriffen, dem Team aber mal so richtig die Meinung ... es wurde eine - natürlich völlig übertriebene - Lobeshymne, eine Eloge daraus, die jeden im Team doch ein wenig verlegen machte. Das war richtig, richtig nett von Euch! Mehr noch als dafür danken wir Euch, dass Ihr so oft mit dabei gewesen seid: Danke.

Die zum fünfundzwanzigsten Mal mitspielenden Matadore bekamen Silber. Die Schokoladentafeln sind doch immer so eingewickelt. Nein, wir hatten natürlich genug Springer im Gepäck (muss man die jetzt auch nicht mehr selbst zurückschleppen!) und so hatte das Team die große Freude, drei Spielern für die oftmalige Teilnahme zu danken: Andreas Fichtl, SF Anderssen Wetzlar, Gr. D; Dr. Andreas Gerlach, SF Lünen, Gr. D und Andreas Kuhn, SG Niederkassel, Gr. C. Jedes Turnier mit Euch hat Spaß gemacht.

10 DSAM-Teilnahmen: Max Pick & Winfried Natterer

Zwei Spieler sind dabei, die diesmal das zehnte Mal mitmachen, nämlich Winfried Natterer, SC Dietmannsried, Gr. D und der hier zehn Jahre jung gewordene Max Pick, SK Kerpen, Gr. F! Max hat den allerersten Springer der neuen Serie mit dem Logo 7³ erhalten. Er war gerade erst 5 Jahre jung, als er in der DSAM zu spielen begann und jetzt als alter Mann ist er bemüht, in seinem nunmehr jetzt zehnten Turnier als Sieger vom Platz zu gehen. Vom jeweiligen Konkurrenten abgesehen gönnen Dir das alle, Max!

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Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,

sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!

- Oliver Wendell Holmes -

Fenster zum Hof

Wir haben den Uwe Scheunemann - 75 Teilnahmen! - eben einfach so stehen lassen ("Hey! Hat jemand den Uwe wieder mitgenommen?"), ohne uns ein bisschen näher mit ihm bekannt zu machen. Das kann nicht so bleiben. Zuerst aber, a propos stehen lassen: Man ahnt ja gar nicht, welche Gefahren so ein Organisateur im DSAM-Team bisweilen zu bestehen hat: Es geschah gestern. Dunkelheit. Kein Laut von draußen zu hören, nur das Knacken ... achso, die Gelenke. Die Arbeit war so weit getan, die meisten vom Team waren schon raus, die anderen drängten ins Freie - aber die Tür ging nicht auf! Jeder denkt, du spinnst, kann doch gar nicht sein, lass mich mal, was die Lage aber nicht verbesserte. In solchen Momenten Scherze über die moderne Verpackungsindustrie vom Stapel zu lassen, muss die Laune nicht unbedingt verbessern.

Dennoch blieb: Weder der Fehler war auffindbar noch ließ sich die Tür öffnen. Da war doch mal was mit Ali Baba und seiner Lampe? Die wiederum sehr bemühte Reception ließ wissen, dass "der Techniker" leider schon Feierabend habe, bis er hier sei werde es gerade angesichts der Entfernung und Witterung erhebliche Zeit dauern. Nun bestand zur Panik natürlich überhaupt kein Anlass; ein Halbdutzend (älterer) Herrschaften saß einfach in einem Raum, in dem sie schon vorher stundenlang saßen, für Getränke war gesorgt, auch der nahende Hungertod war gewiss nicht zu befürchten und zu beschäftigen wissen würde man sich wohl auch. Manche sollen dennoch den Fluchtweg durch das Fenster gewählt haben - warum nicht gleich per Dynamitstange? Antwort: Die hatte gerade keiner mit.

Zurück zum Uwe Scheunemann: Elo 1670, im Februar dieses Jahres schaffte er seinen Peak mit Elo 1703, DWZ 1529 und vom Alter her hätte er bei dieser enorm vernünftigen Fenster-Krabbelgruppe mit dabei sein können: geboren 1967. Sein Verein beschäftigt sich in der Hauptsache auch mit solchen Freiübungen: Turnverein Witzhelden. Das ist Stadtteil von Leichlingen und das wiederum ist eine Stadt im Rheinisch-Bergischen Kreis in NRW mit dem offiziellen Namenszusatz Blütenstadt, lässt uns Wiki wissen. Wie? Auch im Winter? Blütenstadt? Imponierend ist, dass man beim Nachschlagen des Vereins schon weit vorne auf den Ratsstuben-Treff aufmerksam gemacht wird. Sport hat eben mit Geselligkeit zu tun.

Die pralle Homepage des Clubs http://tvw-witzhelden.de/ lässt wissen, dass "Sieg verschenkt! Heute war die 3. Mannschaft des Düsseldorfer Schachklubs bei unserer ersten Mannschaft zu Gast" auch anderswo - je nach Betrachter - kleine Unfälle geschehen können und auch "kurzfristige Absage ... nur sieben Leute..." wird jedem Schachspieler bekannt vorkommen. Und dann auch noch im November in der Zweiten "... Uwe Scheunemann nach einer unglücklich gespielten Eröffnung mit Schwarz schnell in einen entscheidenden Nachteil geriet und somit die Partie folgerichtig auch verlor." Aber hier bei uns, da lebt er wieder auf! Drei aus vier in der E-Gruppe, voll auf "Quali-Kurs" (die von uns in dieser Gruppe erwähnte Kerstin Billing auch) - der Sonntag kann kommen.

Das war's mal wieder - wir danken Euch allen! Frohe Weihnachten!

A-Klasse (2101 - 2300)

In Gruppe A trafen wir auf die kuriose Situation, erstens nur elf Spieler begrüßen zu können, obwohl es ja gar nicht um ein Fußballturnier gehen sollte und dass zweitens von diesen elf es schon vier geschafft hatten, sich bereits in einem der beiden vorigen Turniere für das Finale zu qualifizieren. Daraus folgerte, dass alle A-Spieler vor dem ersten Zug ein Final-Ticket in der Tasche hatten. Wer das verinnerlicht hat, spielt vielleicht schon viel ruhiger.

Aber natürlich geht es auch hier "um die Zahl", also um das Rating als schachlicher Lebensinhalt, um das Prestige und vor allem einfach um die schiere Freude am Schach. Mancher "coole" (das ist witterungsunabhängig) Weltstar oder Profi oder wer sich dafür hält, wird das nie verstehen. Zu diesen Obercoolen zählt FM Hartmut Metz nicht. Ruhig, sympathisch und überlegt zog er seine Spuren - nicht im Schnee, sondern in der Tabelle. Vorgestellt hatten wir ihn schon. Dass wir noch einmal auf ihn zurückkommen könnten, ahnten wir.

In einem klassischen Start-Ziel-Sieg gewann mit Hartmut Metz der bekannteste Schachjournalist Deutschlands die A-Gruppe der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM in Aalen 2017 mit sehr guten 4,0 Punkten aus 5 Runden! Von wegen "ich schreib' nur drüber ...", das war richtig gut!

Die angeblichen Stammesfehden zwischen deutschen Städten und Regionen halten die meisten für bekloppt. Zum Wohle der Show werden sie sowieso nur noch von den Fußball-Firmen gepflegt. Aber jedem ist klar: Zwischen Baden und Württemberg besteht eben doch eine lustige Spannung. Und nun spielte ausgerechnet hier, zwischen Spätzle und Kehrwoche auf der schwäbischen Alb, ein Badenser richtig groß auf!

Marcus Friedel, 2159 Elo, 2116 DWZ, *1983, aktiv im badischen SK 1926 Ettlingen und dort in der "Oberliga Baden", in der "Badischen Oberliga" (um den Unterschied zu verstehen, muss man wohl Eingeborener, Rating-Sachbearbeiter oder beides sein) oder im Auslandseinsatz im griechischen "Heraklion Open" (6 aus 9!), 2017 im nicht ganz so griechischen Kieler Open sowie der Offenen Internat. Bayerischen mit je 5 aus 9. Zugegeben, das reicht im Fachblatt jeweils nicht für die Titelseite, aber es sind solide Ergebnisse oberhalb jener Latte, die in der Leichtathletik mit "persönliche Bestleistung" umschrieben wird. In der A-Klasse (2101 - 2300) in Aalen 2017 wurde Marcus Friedel nun glorreicher Zweiter! 4,0 Punkte, punktgleich mit dem Ersten, sicher für das Finale qualifiziert, "da kannschte nicht meckern".

+ + +

B-Klasse (1901 - 2100)

Sieger Gruppe B: Peter Linder

"Meckern" konnte der Sieger der B-Klasse gewiss auch nicht, denn Peter Linder vom SC Burlafing hatte zumindest der Autor nicht "auf dem Zettel", obzwar das Rating unseres strahlenden Siegers schon zu Turnierbeginn durchaus verheißungsvoll war: Mitte Dezember Elo 2088, DWZ 2039. Und so zog er denn von dannen: 4,0 Punkte waren ein halber Punkt Vorsprung vor den ebenfalls finalqualifizierten Hartmut Hehn (Ebersbach) und den folgenden 6 Spielern, unter ihnen Heike Vogel [beste Frau!] (Kerpen) und Christian Stanescu (SV Oberkochen).

+ + +

C-Klasse (1751 - 1900)

Es gibt so Tage, an denen kommt aber auch alles zusammen. Einen solchen Sonntag erwischte heute der weit gereiste Thomas Schönemann vom Norbertus Magdeburg. Erst schien die Sonne. Einfach so. Gut, das passiert schon mal. Dann fiel ihm im Aufstehen ein: Du hast ja heute Geburtstag! Und ganz plötzlich schüttelte ihm einer aus der Riege der würdigen Herren im schwarzen Anzug die Hand - es ging um keinen Trauerfall, sondern wir gratulierten unserem Schachfreund zum Sieg in der C-Gruppe!

Seine 4,5 Punkte sind ein sportlich sehr ansprechendes Ergebnis, erst recht der halbe Punkt Vorsprung, der ihn von den Nachfolgern trennte - in der Reihenfolge der Endstände waren das: Peter Mohrlok (Grunbach), Udo Ploder (Wetzlar), Konrad Schönherr (Waldshut), Mark Saßmannshausen (Gladenbach), Dieter Wernard (Mengen) sowie Timo Schönhof (Engen) mit je 3,5 pt. Beste Dame war Dr. Sandra Lobe (Sk Kerpen) mit 2,5 Punkten. Überhaupt war dies die "Doktorengruppe": von Dr. Gert Keller (Plochingen, 22./2,5 pt) angeführt, waren in dieser Riege mit Dr. Martin Steinhauser (28./2,5) und Dr. Daniel Weise (29./2,5) insgesamt vier (von 50) Akademixer am Brett. David Rincke (SV Aalen - Ellwangen) als bester regionaler Spieler des Turniers wurde den Erwartungen vollauf gerecht, denn er beendete sein Turnier als Dreißigster in Höhe seines Setzplatzes (28). Man kann sich ja nicht jeden Sonntag selbst übertreffen.

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D-Klasse (1601 - 1750)

Karl-Heinz Wesnigk

Der Dortmunder Karl-Heinz Wesnigk spielte in der D-Gruppe ein bewundernswertes Turnier, zeigte nur in der Schlussrunde Gnade und willigte ins Remis ein, so dass er mit 4,5 Pkt. diese Gruppe gewann. Allerdings gelang Klaus Künitz vom Schott Mainz dieselbe Punktzahl, nur stand der eben nicht "immer" mit 100% in der Tabelle. Jedenfalls ein sauber erspielter zweiter Platz. Das Feld derer mit 4,0 Pkt. reichte bis Fredersdorf-Vogelsdorf, nämlich zum Fünften Detlef Krüger, aber wegen eines vorqualifizierten Spielers genügte hier auch der 8. Platz für das Tatort-"Taxi nach Leipzig" ins Finale. Vanessa Haas aus Babenhausen war mit schönen 3,5 Punkten die "Bestfrau" dieser Gruppe.

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E-Klasse (1401 - 1600)

Andreas Friedrich vom Königsspringer Stödtlen "machte" 4,0 Punkte und damit feingewertet den ersten Platz! Mit gleicher Punktzahl, aber eben nicht ganz so starken Buchhölzern, folgte ihm als Zweiter Heinz-Hermann Reese aus Lauterbach. Bis zum siebten Rang zog sich die Schar der tollen Spiler, die je 3,5 Punkte erspielten, unter ihnen auch Kerstin Billing aus Schwabmünchen als beste Dame. Wegen einer Vorqualifikation eines Spielers reichte Egor Kolmykov aus Oberkochen auch der achte Rang noch zur Finalqualifikation.

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F-Klasse (1201 - 1400)

Sieger Gruppe F: Daniel Beck

Und wieder ein Spieler aus der (weiteren) Region! Daniel Beck aus Nürtingen distanzierte mit seinen 4,0 Punkten das gesamte Feld um einen halben Punkt und siegte so in der F-Gruppe, vor Vladimir Stepanek und vielen anderen mit je 3,5 Punkten. Beate Wolff als "Bestfrau" kam auf 3,0 Punkte und damit auf den zehnten Rang.

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G-Klasse (≤ 1200)

Frank Stolzenwald aus Hamburg schoss den Vogel (oder war es ein Hut?) in der G-Gruppe von der Stange! Mit einem glatten Durchmarsch von 100% triumphierte er in Aalen 2017. Marina Bertram, durch einen vorigen Erfolg ohnehin schon finalqualifiziert, gab noch einmal alles - und unsere Schachfreundin aus Bad Lausick bestätigte ihren vorigen Erfolg mit 3,5 Pkt. auf dem 5. Platz und zugleich als beste Dame dieser Gruppe.

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Bis zum Neuen Jahr mit Hamburg-Bergedorf vom 5. bis 7. Januar 2018!

Das Finale wird im H4 Hotel Leipzig vom 31.Mai bis 2.Juni 2018 ausgetragen.

Fotos vom Qualifikationsturnier Aalen

 

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