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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft
RAMADA Cup 6³   2007/2008

Ausgewählte Highlights

Auf schachhistorischem Boden in Bad Soden

begann um 10:00 Uhr das Finale des RAMADA Cup 6³ der Spielzeit 2006/2007. In seinen Begrüßungsworten erinnerte der 1. Vorsitzende des SC Bad Soden - Roland Bettenbühl - daran, dass im gleichen Saal vor sieben Jahren die damaligen Top Ten der Schachwelt ein Turnier austrugen. Kasparow, Anand und Topalov waren u.a. dabei und in den nächsten drei Tagen ermitteln die Finalisten in spannenden 5 Runden die Deutschen Amateurmeister - wenn das kein Ansporn ist …

Sven Titgemeyer

Unter den Finalteilnehmern befinden sich einige Kinder, die direkt von den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften kommen, also schon ein anstrengendes Programm hinter sich haben. Dazu gehört auch Sven Titgemeyer, der in der ersten Runde gleich an das 1. Brett in seiner Gruppe (D) gelost wurde.

T-Shirt 1
T-Shirt 2
T-Shirt 3

Sven hat sich mit Vereins-T-Shirt und -tasche schick gemacht und befindet sich damit in guter Gesellschaft wie unsere kleine Bildergalerie zeigt.

Unsere "10jährigen"

Jubilare mit Michael S. Langer

natürlich nicht Geburtstagskinder sondern Teilnahmejubilare werden traditionell mit Urkunde und Buch geehrt. Extra dazu besuchte uns der Schatzmeister des DSB - Michael S. Langer - und gratulierte Jörg Albert, Carlo Borchardt, Matthias Kemeny, Andre Künzel, Thorsten Ostermeier, Christian Plock, Jürgen Schulz und Hans-Jürgen Weis. Schachfreund Borchardt machte sein Buchgeschenk auch gleich noch zu einem besonderen Unikat - er sammelte Autogramme. Auch das Sammeln der Schreibunterlagen, welche von Saison zu Saison die wechselnden Farben unserer Turnierserie dokumentieren, wurde schon beobachtet.

60 kg Wunschgewicht

Team mit Urkunde
Rainer Geißinger
Dürr ehrt Unterkochen

So richtig wollte Rainer Geißinger keine assoziative Zahl einfallen, als er in Aalen 2007 den feierlichen Akt zum 60-jährigen Jubiläum des Unterkochener Schachvereins eröffnete. Also pickte er einen aus seiner vertrauten Runde heraus, der an den Scherz mit dem Idealgewicht glauben musste und hatte natürlich die Lacher auf seiner Seite. Verschiedene Ehrungen und Ehrennadeln an verdiente Mitglieder des Vereins überreichte Hanno Dürr in seiner Eigenschaft als Ehrenpräsident des württembergischen Schachverbandes. Auch das 6³-Team gratulierte und übereichte eine Urkunde und einen Umschlag zur finanziellen Unterstützung an den verdienten Vereinsvorsitzenden, der mit seinem Team seit vielen Jahren die Deutsche Amateurmeisterschaft unterstützt und vorbildliche Arbeit leistet. Das Bild oben zeigt das Team (ohne das Ehepaar Kohlstädt) samt Urkunde und die beiden weiteren zeigen Rainer Geißinger zur Eröffnung des Abends und Hanno Dürr während einer Ehrung.

Doppel-blind-ungut

Angelehnt an die berühmte Wertung des Big Brothers aus George Orwells "1984" war Blindenschachvertreter Dieter Bischoff recht unzufrieden mit seiner (schachblinden) Leistung, als er die vierte Runde mit einer Niederlage abschloss und erst mit einem Punkt da stand. Doch heute morgen legte er einen Blitzsieg hin und bestätigte zumindest seine derzeitige Wertungszahl. Er und seine Kollegen aus der DBSB-Riege baten mich, unbedingt ihren Dank an die Organisatoren auszurichten und unterstrichen, wie fair die Sehenden in aller Regel sich am Brett verhalten. Die Bedingungen waren hervorragend, einzig für die Schachuhren generell wünschen sich blinde Schachspieler, dass man sie nicht selbst drücken, bzw. ihr Gegner sie drücken muss. Bischoff zum Beispiel spricht von technischen Möglichkeiten per Bluetooth oder ähnlichem, die umsetzbar wären. Ein Problem, dem sich die Uhrenhersteller dieser Welt annehmen müssen. Der DBSB war gleich mit fünf Vertretern angereist.

Und die 13 bringt doch Glück!

Thomas Beckers hat Geburtstag!

Thomas Beckers vom Münchner Schachclub Zugzwang 82 e.V. ging in Köln in der B-Gruppe mit Startnummer 13 an Tisch 13 ins Rennen und ??? Gewann !!! Lag es aber wirklich an der 13 oder wusste sein Gegner, dass Thomas heute Geburtstag hat? Na egal - zu beiden Ereignissen jedenfalls unseren herzlichen Glückwunsch. Traditionsgemäß dürfen sich Jubilare über ein Buchpräsent freuen. Dieses übergab diesmal Matthias Berndt, seines Zeichens Webmaster unserer Turnierserie.

Hamburg im Schachfieber

Hier spielt eigentlich jeder Schach. Das Hotelpersonal ist begeistert und versucht sich ebenfalls auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Die Hamburger Presse berichtet heute auf ihrer Titelseite mit Bild über das Turnier und deswegen kamen auch schon Bergedorfer Einwohner zum Zuschauen - tolle Werbung für unser königliches Spiel.

Logo Treptower SV

Zu einem Schachausflug mit ihrer Jugendabteilung kam der Treptower SV von der Spree an die Alster. Chefbetreuer Rene Schildt hat insgesamt 16 Kinder und Jugendliche in fetzigen Shirts vorwiegend in den Gruppen F und E zu betreuen. Nach der 3. Runde waren die Chancen auf Finalqualifikationen ziemlich hoch.

Der Panther

So kann man seinen Gegner beim Schach auch beeindrucken. Die bisherigen Maskottchen waren noch nie sooooo groß! Stolzer Besitzer des schwarzen Ungetüms ist Martin Neumann aus Gernsheim und bis zur 3. Runde hatte ihn der Erfolg noch nicht verlassen.

Geistige und körperliche Nahrung

Hier gibt es geistige und körperliche Nahrung

Wie man auf dem Foto sieht, passt beides durchaus gut zueinander. Rechts steht Katrin Horn vom DSB-Shop mit der großen Auswahl an eben der geistigen Nahrung und links ist der Imbissstand des Hotels. So bleibt niemand unbedient.

Standvermögen

Erst stand der eine gut ...
... dann der andere ...
... und schließlich beide

Erst stand der eine gut, dann der andere und schließlich beide. Dennoch nahm es kein friedliches Ende, Schwarz hatte das größere Standvermögen. So ist hier immer was los. Besonders fällt wieder auf, dass Schach ein Spiel für alle Generationen ist. Opa, Sohn, Enkel - manchmal hat man den Eindruck, alle sitzen miteinander am Schachbrett, ringen gegeneinander um jedes der 64 Felder. Gerade in der neu geschaffenen F - Gruppe treffen die Generationen aufeinander. Sehr positiv ist dabei das faire Umgehen miteinander. Die Schiedsrichter sind fast arbeitslos, echten Streit gibt es eher nicht, aber darüber ist natürlich keiner böse.

Da sage noch einer, Schach hat mit Sport nichts zu tun

Alle Jahre wieder und doch neu. 258 mehr oder weniger Schachverrückte vertrieben sich die Zeit in Halle 2006 zwischen Anmeldung und Eröffnung ziemlich individuell. Die einen lauschten ergriffen der im Spielsaal laufenden Musik aus dem Musical "chess", aus dem ja auch die allseits bekannte "Ouvertüre" des Turniers stammt, andere frischten alte Bekanntschaften auf und einer absolvierte noch schnell eine zusätzliche Trainingseinheit mit Rucksack - waren da Schachbücher drin? Jedenfalls machte der 14-jährige Ingmar Oltmanns aus Chemnitz danach einen frischen Eindruck.

Simultanvorstellung mit U20-WM Elisabeth Pähtz

Simultanvorstellung mit WM U20 Elisabeth Pähtz

An 18 Brettern bot Elisabeth Pähtz den Finalteilnehmern der Serie 2005/2006 ein Non-Stop-Simultan an. Im Jahr darauf war GM Georg Meier da. Zur Verkürzung der Wartezeit zwischen dem schnellen Ergebnis im Turnier und dem Festbankett am Abend konnten schnell entschlossene Teilnehmer die Gelegenheit nutzen, mit der Weltmeisterin U20 die Klingen zu kreuzen. Am Ende überzeugte Elisabeth mit einem Ergebnis von 20 : 7 (ohne Niederlage), wobei 15 Partien abgeschätzt wurden. In den ausgespielten Partien erzielte sie mit 10,5 aus 12 ein beachtliches Resultat gegen starke Gegnerschaft. Remis erreichten in den beendeten Partien Daniel Kühn, Joachim Helm und Hans-Josef Wolf.

Das Generationenduell

Welche Sportart bietet das, was unser Schachspiel so auszeichnet? Na? Richtig keine! Nur im Schach gibt es sportliche Vergleiche wie den zwischen Frederik Eigemann von den Schachfreunden Köln-Mühlheim und Hans Werbe von TuS Hasseldieksdamm. 60 Jahre Altersunterschied liegen zwischen beiden. Das sind zwei Generationen. Frederik ist Jahrgang 96 und Hans Jahrgang 36. Gerade diese Paarungen sind es doch auch, die Veranstaltungen wie den RAMADA-TREFF Cup so interessant machen samt der Analyse danach. Dass in dieser Partie die Jugend die Nase vorn hatte, muss nichts heißen, ein anderes Mal ist es dann wieder die Erfahrung.

Mitarbeiter des Jahres

Mitarbeiter des Jahres

Frau Güttler-Lieven wies noch einmal mit sichtlicher Freude der Chefin darauf hin, dass das Org.-Team der Deutschen Amateurmeisterschaft vor zwei Jahren Walter Holz zum beliebtesten Mitarbeiter der RAMADA-TREFF Hotels wählte. Und Walter warf sich sofort wieder ins Getümmel, um seine Schachspieler, die er so mag, gleich morgens mit dem so wichtigen Kaffee zu versorgen. Im Laufe des Tages kommen dann die kleinen Leckereien hinzu, mit der man manchen Ärger über eine missglückte Partie bestens bekämpfen kann. Etwas heißer klingt er ja, aber ist ja auch Karneval. Und noch gestern tourte er an Altweiber durchs närrische Köln. Aber für einen netten Schnack (norddeutsch für Gespräch) mit jedem Gast reicht sie noch. Vielleicht heute Abend nicht, aber morgen früh bestimmt wieder.

Brühl alaaf!

Mit köllschen Liedern wurden die RAMADA-TREFF Cup 5³ Teilnehmer im großen Saal des Hotels begrüßt, wie es sich halt gehört, wenn man an den tollen Tagen in eine Karnevalshochburg geht, um dort das vierte Vorturnier der fünften Serie zur Deutschen Amateurmeisterschaft zu spielen.

Am Karneval kommt man nicht vorbei, ob man will oder nicht. Ob im Supermarkt, in den Zügen, Bussen, in den Straßen, auf den Plätzen, überall laufen Indianer und deren weißen Gegenspieler, Katzen, Clowns und Matrosen herum, strahlen einen an und haben zumindest ein volles Glas in der Hand. Fröhlichkeit in dieser Region ist zumeist auch verbunden mit Trinkfreudigkeit (und ihren Folgen …).

Ihr könnt dabei sein

Olympia-Fahnen im Turniersaal

An den Turniersaalwänden hängen Fahnen und Banner, die auf die Schacholympiade hinweisen, die 2008 in Dresden durchgeführt werden wird. Ungefähr 140 Nationen werden erwartet. Da Deutschland mehrere Mannschaften stellen darf, besteht bei fleißigem Training vielleicht auch noch für die Teilnehmer der Deutschen Amateurmeisterschaft die Chance auf eine Teilnahme. Und wenn nicht direkt in der Nationalmannschaft, dann bestimmt bei den vielen Turnieren im Rahmenprogramm, die es geben wird. Für Amateure, Jugendliche, Senioren. So startet in dieser Saison auch der Deutschland-Cup Schacholympiade 2008 des Deutschen Schachbundes. Angelehnt an den Erfolg der Deutschen Amateurmeisterschaft mit Finalteilnehmern in Dresden jeder Spielstärke!

Glück braucht jeder

Über Glücksbringer ist hier schon oft und ausführlich geschrieben worden. Über kleine, große, erfolgreiche und gescholtene. Auch diesmal fällt mein Blick auf einen kleinen Glücksbringer am Brett von Dieter Bischoff in der A-Gruppe. Ist an ihm etwas besonderes? Nein eigentlich nicht. Es ist die Situation, die mich hinschauen lässt. Denn Dieter Bischoff gehört zu den profiliertesten Spielern mit Sehbehinderung in Deutschland, spielt am separaten Blindenbrett - ein Steckschach mit gekennzeichneten Figuren, damit beim Ertasten die Unterschiede und Farben erkannt werden können - und prompt taucht die Frage auf, was macht denn da ein Glücksbringer? Er sitzt im Figurenkasten mit Blick auf die Stellung. Und zwar von Seiten des Gegners. Und ab und an nimmt Dieter Bischoff mit ihm Kontakt auf, befühlt den Glücksbringer, drückt ihn, setzt ihn wieder zurecht, so als ob er genau wissen will, was er von der Stellung hält, ob er bei der Sache ist. Glück braucht halt ein jeder und vor allem beim Schach!

Der Mann im Hintergrund

Guido Feldmann

In der B-Gruppe versucht ein gewisser Guido Feldmann sein Bestes. Guido Feldmann, war da nicht was? Der Name sagt einem doch was. Habe ich nicht schon mit dem gemailt, telefoniert. Aber warum eigentlich. Ein bekannter Schachspieler ist es doch nicht oder? Spielt bei Weiße Dame in Berlin Aber kann das der Grund sein?

Ich will´s euch sagen. Guido ist der Mann im Hintergrund. Seit November 2005 arbeitet er in Berlin in der Geschäftsstelle und managt von dort den RAMADA-TREFF Cup 5³. Er betreut die Meldungen, checkt die Daten, überprüft die Zahlungen und versucht auf alle gestellten Fragen Antworten zu finden. Keine einfache Sache bei weit über 1.500 Teilnehmern in jeder Serie. Vor allem das Überprüfen und Zuordnen der Überweisungen stellt einen jeden, der sich bisher daran versucht hat, vor viele Probleme, denn "Meier 40 €" sagt weder was aus über die Person, die Anzahl der Spieler, den Turnierort, noch hilft es weiter den Betrag korrekt zuzuordnen. Doch irgendwie schafft er es immer wieder mit detektivischem Verstand, weshalb es auch bei der Anmeldung kaum Probleme gibt. Vielen Dank dafür Guido und viel Glück beim Turnier!

Konsequenter Werdegang

Florian Dinger von der SG Schwäbisch Gmünd hat in allen bisherigen sechs Turnierserien der Amateurmeisterschaft teilgenommen und dabei alle Gruppen von (ehemals) E bis A durchlaufen. Gewonnen hat er seine Gruppen auch schon. Im letzten Jahr wurde er im Finale der Gruppe A Dritter - irgendwann gewinnt er das Turnier wohl auch noch…

Keine Angst vor der neuen Bedenkzeit

Die Uhr kann auch mal mehr als 90 min anzeigen!

Die Schachamateure spielen mit der neuen Bonus-Bedenkzeit der FIDE.

Für den einen oder anderen ist es noch überraschend, dass man mit 1:30 startet und nach wenigen Zügen auf einmal 1:31 auf der Anzeige erblickt. Nach wenigen Nachfragen stellt sich im Umgang mit der neuen Bedenkzeit schnell Gelassenheit ein. Auch zum Schluss der Partie verbleiben für jeden Zug mindestens 30 neue Sekunden Bedenkzeit. Niemand braucht mehr zu befürchten, über die Zeit gehoben zu werden. Die Anspannung verteilt sich gleichmäßiger auf die gesamte Partie - die gefürchtete Zeitnotphase um den 40. Zug hat ihren Schrecken verloren.

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